Plastik ist vor allem eines: sehr sehr haltbar. Was immer dann zu einem großen Problem wird, wenn es achtlos in die Natur geworfen wird.
Unser Projekt „Unser Fluss unser Meer ohne Plastik“ hat sich seit Herbst letzten Jahres mit der Wanderung von Plastikmüll aus unserem lokalen Fluss – der Panke – über die Flüsse Spree, Havel und Elbe bis in die Nordsee beschäftigt.
Fächer- und jahrgangsübergreifend ging es für unsere Lernenden hinaus an die Gewässer, an deren Ufern Müll gesammelt, Wasserproben entnommen und intensiv zusammen mit Experten geforscht wurde.
Die Künstlerin Katharina Heilein begleitete dieses Projekt und hat nun zusammen mit den Jugendlichen die Ausstellung Ewiges Haltbarkeitsdatum (Eternal Shelf Life) in zwei Vitrinen unseres Schulgebäudes eröffnet.
Hier berichtet sie, welche Etappen das Projekt durchlaufen und was es mit der Ausstellung noch auf sich hat:
Mit Unser Fluss unser Meer ohne Plastik! verfolgten wir die Wanderung von Plastikmüll aus unserem lokalen Fluss, der Panke, über die Flüsse Spree, Havel und Elbe bis in die Nordsee.
Wir reisten zu jedem der genannten Flüsse und arbeiteten mit der Citizen-Science-Methode Plastic Pirates – Go Europe. 21 Schülerinnen und Schüler nahmen daran aktiv teil. Sie trafen sich wöchentlich, beteiligten sich an Expertensitzungen, Präsentationen am Tag der offenen Tür und an der Ausstellung in den Schaukästen.
225 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 10 hatten Unterricht in Chemie, Physik und Sozialwissenschaften zum Thema „Meeresmüll aus Plastik“. 115 von ihnen (Jahrgangsstufe 10) führten individuelle Mülltagebücher und interviewten ihre Großeltern zum Thema „Verpackungen ohne Plastik im Alltag früherer Zeiten“.
Die Ausstellung Ewiges Haltbarkeitsdatum (Eternal Shelf Life) zeigt in zwei Vitrinen im Schulgebäude die extrem langen Zersetzungszeiten von Kunststoffen (über Hunderte oder Tausende von Jahren). Sie ist für alle Lernenden, Lehrkräfte und Besucher:innen zugänglich.
Dabei bleibt die Ausstellung weiterhin Teil unserer Forschung: Wir sind aufgefordert, Fotos der Exponate zu machen und eventuelle Veränderungen in den Plastikproben zu dokumentieren. Neben der Ausstellung soll zusätzlich eine kleine Galerie mit diesen Fotografien entstehen.
Eine zweite Ausstellung ist geplant, in der die im Chemieunterricht der Jahrgangsstufe 10 hergestellten DIY-Algenverpackungen gezeigt werden. Diese werden – ebenso wie die Plastikproben – in mit Wasser gefüllten Laborgefäßen präsentiert. Ihr deutlich schnellerer Zerfall soll sichtbar und ebenfalls fotografisch dokumentiert werden, um Teil der Galerie zu werden.


Gefördert wurde das Projekt von Pro Bleu, welches auf deren englischer Website ebenfalls vorgestellt wurde
Wir gratulieren Katharina Heilein zusammen mit unserer begleitenden Lehrerin Henrike Seren und allen beteiligten Schüler:innen und Lehrkräften zu dieser bemerkenswerten Arbeit und sind sehr gespannt auf die weiteren Ergebnisse!






