Lernen kreativ gestalten!

Neugierig der Welt begegnen, Erfahrungen machen, in Beziehung sein, etwas spüren, ausprobieren und auch Fehler machen dürfen, dies bietet vielfältige Anlässe zum Nachdenken und Lernen. Wissen hat von jeher seinen Ursprung in der Erfahrung und der Reflexion des Erfahrenen.

Lernen ist ein zutiefst kreativer Prozess. Die Gestaltung dieses Prozesses ist ein motivierender Teil des Lernens. Er beinhaltet verschiedenste Fragen: Wie kann ich etwas lernen? Was kann ich lernen? Wo kann ich es lernen? Was möchte ich lernen und was muss ich lernen? Und selbst die Frage: Warum muss ich etwas lernen? - gewinnt in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung.

Es gilt Bekanntes mit Neuem in Beziehung zu setzen, dabei widersprüchlich Erscheinendes prüfend zu verbinden, vereinfachende Muster von richtig und falsch zu durchbrechen, die Möglichkeit eines Sowohl-Als-Auch zu eröffnen und gegebenenfalls zu unkonventionellen Lösungen zu gelangen.

Lernprozesse müssen vor allem gestaltet und weniger gesteuert werden. Hierzu gehört ein passender Rahmen und eine Umgebung, in die das Lernen eingebettet ist. Dies ist von wesentlicher Bedeutung für den Lernerfolg und eröffnet vielfältige Möglichkeiten

Das Prinzip des Vernetzenden Lernens

Inzwischen ist die Welt vernetzt und auch Wissen muss vernetzt werden, um verfügbar zu sein, sowohl in der Gesellschaft wie auch individuell. Beim Vernetzten Lernen werden verschiedene aufeinander folgen­de Leitthemen für ein Schuljahr formuliert. Für den 7. Jahr­gang lauten sie z.B. „Ich – Wir – Umwelt“. Unter diesen Leitthemen werden ver­netzend Inhalte verschiedener Fächer und Lernbe­reiche erschlossen.

Während der Erarbeitung der verschiede­nen fachlichen Aspekte reflek­tieren die Schü­lerinnen und Schüler wöchentlich über ihre Arbeit und die Vernetzung mit dem Leitthema. Das gilt für Fächer und Lernbereiche wie für die Labore und Werkstätten. Hierbei erleben sie, was das eine mit dem anderen zu tun hat und bilden vernetzte Strukturen. Wichtig ist, dass die für jedes Schuljahr neu gewählten Leitthemen eine zen­trale Bedeu­tung für die Schülerin­nen und Schüler haben.

Das Lernen schließt der Unterricht in Laboren und Werkstätten mit ein. Dort arbeiten die Schülerinnen und Schüler mindestens an einem Tag in der Woche individuell an einer selbst gewählten Aufgabenstellung, die sie zum Ende eines Trimesters oder Halbjahres präsentieren. Jede zweite Woche wird der Unter­richt an einem Tag für außerschulische Lernorte und Lernpartner geöffnet.

Dateianhang: